Warum die offshore-Zone?
Die Offshore-Gesellschaften haben ein weites Kundennetz - von großen internationalen Firmen bis zu kleinen Geschäften mit einem Inhaber oder in Familienbesitz. Die Kunden sind in verschiedene Bereiche geschäftlicher Aktivitäten involviert: Bank- und Brokergeschäfte, Handel, Fondverwaltung, Treuhand, Versicherung, Investitionsberatung, Eigentum, Personalwesen, Export und Import von Produkten, Landwirtschaft, Produktion, Baugeschäfte, Elektronik, Energiewirtschaft, Technik, Schiffahrt, Textilindustrie, Rohstoffe, Erdöl und Erdgas, Chemie, Projektfinanzierung, Kunst, Filmproduktion, Unterhaltungsindustrie, Hotelwesen etc.
Unten sind einige Beispiele der Arbeit von Offshore-Gesellschaften mit ihren Kunden sowie Kommentare dazu angeführt.
Internationale Investitionen
Sowohl große Gesellschaften als auch kleine individuelle Betriebe nutzen die Offshore-Gesellschaften regelmäßig als Vermittler für die Verwaltung über das Portefolio der Investitionswertpapiere. Derartige Portefolios von Wertpapieren können aus Aktien, Obligationen, Bargeldmitteln und einem weiten Spektrum von anderen Investitionsprodukten bestehen. Geldmittel, die die Offshore-Gesellschaft zur Verfügung hat, können Gewinn bringen oder als Gemeinschaftsdepot verwendet werden.
Ein häufiger Wunsch vieler Kunden sind Lebens- oder Rentenversicherung in der Offshore-Zone.
Einzelne Kunden nutzen Offshore-Gesellschaften als persönliche Holdinggesellschaften auf verschiedenen Weltmärkten und in einer Reihe von Ländern. Die persönlichen Holdinggesellschaften können Vertrauen gewährleisten und Spareffekte aus Geschäfts- und anderen Gebühren, die mit einer Reihe anderer Strukturen verbunden sind, erreichen. Die Offshore-Gesellschaften werden regelmäßig für Erbschaftsregelung wegen Minderung entsprechender Bearbeitungskosten in Anspruch genommen. Für die Minderung des Risikos, das sowohl Körperschaften als auch Individualunternehmen in ihrem Heimatland oder in Drittländern haben, ist es sehr wichtig, das richtige Land/Zone zu wählen, das politisch und wirtschaftlich stabil ist.
Internationaler Handel
Internationale Handelsgesellschaften sind an der Heranziehung von Offshore-Gesellschaften zu ihrem Geschäft interessiert. Dies ist damit verbunden, dass der Gewinn aus dem Kauf von Waren in einem Land und deren Verkauf in einem anderen in der Offshore-Gesellschaft akkumuliert wird, ohne von den Offshore-Behörden besteuert zu werden.
Für Abwicklung von Handelsgeschäften innerhalb der Europäischen Union sind z. B. solche Zonen wie die Insel Man, Madeira, Zypern u.a. wegen niedriger Steuersätze sehr beliebt geworden. Für Abwicklung von Geschäften innerhalb der EU verlangen diese Länder eine Eintragung ins Register. In diesem Zusammenhang ist die Frage ueber die Minimierung dieser Steuern entstanden. Die Gesetze der Karibischen Gesellschaften gibt solcher Moglichkeit nicht her. Deshalb sind die populaersten Orte fur diese Zwecke die Insel Man, Zypern und Madeira.
Die Begleichung der Steuerschulden der Gesellschaft, die sich auf einem Territorium mit hohen Steuersätzen befindet, kann durch Überweisung von Geldmitteln in die Zone mit niedrigen Steuern erfolgen.
Ein anderer Bereich der Offshore-Struktur ist ihre Benutzung für Warenanschaffung im Großhandel. Eine Gruppe miteinander verbundener Gesellschaften kann von einer Minderung administrativ festgelegter Anschaffungspreise im Großhandel profitieren, und die Offshore-Struktur ist bezüglich der Steuern viel günstiger als eine einfache Nichtoffshore-Gründung.
Individuelle Unternehmen
Viele Privatpersonen, die im Bereich der Serviceleistungen in Bau, Technik, Luftfahrt, Computer, Finanzen, Filmproduktion und Unterhaltungsindustrie beschäftigt sind, können wesentlich an Steuern sparen, wenn sie ihr individuelles Serviceunternehmen in einer Offshore-Zone gründen.
Die Offshore-Gesellschaft kann einen Vertrag mit Privatpersonen ueber Serviceleistungen ausserhalb seines Domizils abschließen, so dass die verdienten Honorare in der Offshore-Zone akkumuliert werden können, ohne von den Behörden der Offshore-Zone besteuert zu werden. Sämtliche Auszahlungen an diese Person können dermaßen strukturiert werden, dass die Einkommensteuer minimiert werden kann.
Holding-Gesellschaften
Offshore-Firmen investieren oft in Filialen und/oder miteinander verbundene Gesellschaften - öffentlich notierte (offene Aktiengesellschaften) oder private (geschlossene Aktiengesellschaften) sowie Gemeinschaftsunternehmen.
Der Kapitalzuwachs aus bestimmten Investitionen kann steuerfrei sein. Im Fall einer Dividendenauszahlung kann eine Steuerminderung durch Nutzung von Gesellschaftern erreicht werden, die in Ländern/Zonen mit niedrigen Steuersätzen bzw. in steuerfreien Zonen mit entsprechenden Verträgen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung mit dem Land, mit dem der jeweilige Geschäftsvertrag abgeschlossen worden ist, eingetragen sind.
In zahlreichen Fällen sind große Firmen an Investitionen interessiert, die keine Verträge über Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen dem investierenden Land und dem Land, in das investiert wird, haben. In diesem Fall wird eine Vermittlungsgesellschaft in einem Land gegründet, das einen solchen Vertrag hat.
Zum Beispiel wird die madeirische Holdinggesellschaft SGPS (Sociedade Gestora de Participacoes Siciais) für Investitionen in EU-Länder benutzt, da die dort registrierten Firmenstrukturen unter die Anordnung über Haupt- und Tochtergesellschaften fallen. Zypern hat ein verzweigtes Netz von Verträgen mit vielen osteuropäischen Ländern und Ländern der ehemaligen Sowjetunion, und die Nutzung von in Zypern registrierten Gesellschaften ist für das Investieren dieser Länder steuerlich sehr günstig.
Intellektuelles Eigentum
Intellektuelles Eigentum einschließlich matematischer Computersoftware, Patente, Trademarks und Copyright können Eigentum einer Offshore-Gesellschaft sein oder ihr zugeschrieben werden. Nach Erhalt dieser Rechte kann die Offshore-Gesellschaft Lizenz- oder Franchiseabkommen abschließen, die an Nutzung dieser Rechte interessiert sind.
Der Gewinn kann in der Offshore-Zone akkumuliert werden, und bei einer richtigen Wahl der passenden Zone kann die Steuereinbehaltung bei kommertieller Realisieung des Produkts durch Nutzung von Verträgen über Vermeidung der Doppelbesteuerung vermindert werden.
Länder wie die Niederlande, Madeira, Zypern und Mauritius sind gute Beispiele für diese Zwecke.
Immobilien- und Grundbesitz
Sind Immobilien oder Grund im Besitz einer Offshore-Gesellschaft, ist es oft von steuerlichen Vorteilen inklusive einer legitimen Vermeidung der Gewinn-, Erbschafts- und Eigentumsübergabesteuer.
Kauft z. B eine Offshore-Gesellschaft, deren Besitzer keinen festen Wohnort in Großbritannien hat, Immobilien in Großbritannien mit Investitionsaussichten und wird dieses Eigentum später an eine andere Person in einam anderen Land veräußert, wird der Gewinn aus diesem Geschäft in Großbritannien nicht versteuert.
Außerdem kann die Offshore-Gesellschaft durch eine richtige Struktur von Anleihen die einbehaltene Pachtgewinnsteuer wesentlich reduzieren.
Finanzen
Die Offshore-Finanzgesellschaften werden zwecks Verwaltung der Gemeinschaftsfinanzen gegründet. Die Zinsauszahlungen aus Wertpapieren der Gemeinschaftsfirmen können versteuert werden, aber diese Steuern unterscheiden sich von einfachen Körperschaftssteuern. Die ausgezahlten Zinsen sollen aus steuerlichen Gründen abgezogen werden, daher kann eine Solidarisierung der Auszahlungen bei einer Offshore-Finanzgesellschaft zu einem Gewinn durch Steuersparen führen. Viele große Gesellschaften gründen ihre eigenen Offshore-Firmen, um die Dividenden aus den Filialen zu vermischen und den höchstmöglichen Gewinn aus ihren Krediten zu bekommen.
In einigen Ländern werden die Devisenverluste aus steuerlichen Gründen nicht erstattet. Ist z. B. eine gegründete Tochtergesellschaft wegen Umtauschverluste von Devisen in Konkurs gegangen unterliegen die Investitionen der Hauptgesellschaft der Steuerabziehung.
Eine andere Verwendung der Offshore-Finanzgesellschaft ist Leasing., insbesondere wenn die Offshore-Struktur über große Fonds verfügt, die nicht eingelegt werden, wobei die Möglichkeit ihrer Rückführung ins Heimatland mit darauf folgender hoher Versteuerung besteht.
Die Offshore-Gesellschaften werden oft für den Erwerb von Auslandsobjekten, für internationales Restrukturieren von Firmen für Investitionen in Immobilien und für andere finanziell miteinander verbundene Gemeinschaftsprojekte in Anspruch genommen.
Schiff- und Luftgesellschaften
Panama und Liberien sind seit Anfang des 20. Jh. Offshore-Länder, wo es Offshore-Gesellschaften gibt, die Handelsschiffe und Jachten in ihrem Besitz haben. Viele andere wichtige Offshore-Länder/Zonen (die Insel Man, Madeira, Jersye, Gibraltar, Zypern, Bahamas, Belize und Mauritius) verfügen über die Möglichkeit, eine moderne Schiff- und Jachtflotte zu registrieren sowie diese von Steuern aus Gewinn aus Schiffahrt und Charterbetrieb freizustellen. Die Besitzer von Unterhaltungsschiffen, die sie in den Gewässern der EU-Länder über längere Zeit betreiben wollen, sollen ein Gutachten bezüglich der MWS bekommen.
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